Fehlende Schulfahrten
Jugendherbergen verbuchen im Juni deutlichen Gäste-Rückgang

Ein leeres Zimmer in der Jugendherberge in Köln-Deutz. Erst Corona-Zwangspause, jetzt fehlende Klassenfahrten. Foto: Oliver Berg/dpa

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Die deutschen Jugendherbergen leiden unter den geringen Gästezahlen. Insbesondere das fehlende Geschäft mit Klassenfahrten macht den Betrieben zu schaffen – viele Häuser reagieren bereits.

Die Besucherzahlen von Jugendherbergen und Hütten sind durch die Corona-Krise stark eingebrochen. Im Juni verbuchten die Unterkünfte etwa 83 Prozent weniger Gäste im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Insgesamt seien etwa 164 000 Gästeankünfte gemeldet worden. Im Juni 2019 seien es gut 955 500 gewesen. Im Juni 2020 waren den Angaben zufolge bundesweit 1331 Jugendherbergen und Hütten geöffnet. Das waren knapp 71 Prozent der Betriebe im Vergleich zum Niveau des Vorjahresmonats.

Die Umsatzverluste fielen den Angaben zufolge höher aus als im Hotelgewerbe. Im Juni verbuchten Jugendherbergen und Hütten im Vergleich zum Vorjahresmonat preisbereinigt gut 66 Prozent weniger Umsätze. Doch bei der Umsatzentwicklung scheine die Talsohle überwunden.