Die deutsche Industrie erholt sich weiter von den Folgen der Corona-Pandemie: Die Auftragsbücher der Unternehmen haben sich im Juli den dritten Monat in Folge gefüllt. Die Bestellungen wuchsen um 2,8 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamtmitteilte. Experten hatten allerdings mit einem größeren Plus von etwa fünf Prozent gerechnet.

In der größten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, der Automobilindustrie, stieg der Auftragseingang von Juni bis Juli laut Wirtschaftsministerium aber „deutlich“ um 8,5 Prozent. Er lag damit nur noch um 2,4 Prozent niedriger als im Februar.

Bereits im Juni hatte es ein Rekordwachstum von fast 29 Prozent gegeben. Im Juli nun verzeichneten die Unternehmen 10 Prozent weniger Auftäge aus dem Inland, dafür 14 Prozent mehr aus dem Ausland.

Dennoch liegen die Bestellungen insgesamt immer noch unter dem Vorkrisenniveau: Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, ist der Auftragseingang noch um 8,2 Prozent niedriger.

„Nach der ersten Belebung im Mai und der starken Erholung im Juni hat sich der Aufholprozess der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli verlangsamt“, betonte das Ministerium. „Er dürfte sich auch in den nächsten Monaten fortsetzen.“

Darauf deuten auch die gesunkenen Kurzarbeitszahlen und die verbesserten Geschäftserwartungen der Unternehmer hin. Für das laufende Sommerquartal rechnen die meisten Experten deshalb mit einer deutlichen wirtschaftlichen Erholung.

Icon: Der Spiegel