Christoph Metzelder wird beschuldigt, in 29 Fällen kinderpornografische Schriften verbreitet zu haben. Zudem steht er im Verdacht, in einem weiteren Fall kinder- und jugendpornografische Schriften besessen zu haben. Das teilte das Amtsgericht Düsseldorf mit.

Im Zeitraum vom 09.07.2019 bis zum 01.09.2019 soll der Angeschuldigte über die Kommunikationsplattform WhatsApp einer Zeugin zehn Bildaufnahmen mit kinderpornografischem Inhalt, einer weiteren Zeugin 16 Bild- und zwei Videodateien mit kinderpornografischem Inhalt sowie einer dritten Zeugin eine Bilddatei mit kinderpornografischem Inhalt übersandt haben. Am 03.09.2019 soll der Beschuldigte zudem auf seinem Mobiltelefon 297 Dateien mit kinder- und jugendpornografischem Inhalt besessen haben.

Das Gericht habe nunmehr über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden, hieß es weiter. „Dazu muss ein hinreichender Tatverdacht vorliegen, das heißt bei vorläufiger Beurteilung der Beweissituation muss die Verurteilung des Angeschuldigten wahrscheinlich sein“, erklärte das Gericht.

Christoph Metzelder (rechts) im Einsatz für das deutsche Nationalteam bei der Euro 2008 gegen Polen

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft gab ebenfalls eine Mitteilung zur Anklageerhebung heraus, allerdings ohne den Namen des Ex-Nationalspielers und die Tatvorwürfe zu erwähnen. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass für den Angeschuldigten bis zur Rechtskraft einer eventuellen Verurteilung die Unschuldsvermutung gelte.

Bisher keine Stellungnahme Metzelders

Der Rechtsanwalt des Vize-Weltmeisters hatte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa zuvor mitgeteilt, dass er aktuell keine Stellung nehme. Metzelder selbst hat sich bisher ebenfalls nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.

Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht hatte NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) vor kurzem untersagt, den Rechtsausschuss des Landtags in öffentlicher Sitzung über den Stand des Verfahrens zu informieren. Der Minister hatte…