Tempo gefragt
Scholz: Rasch Lehren aus Wirecard-Skandal ziehen

Das Logo von Wirecard hängt an der Fassade des Firmensitzes ins Aschheim. Foto: Peter Kneffel/dpa/Symbolbild

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Bilanzbetrug, Verdacht auf Geldwäsche – der als Börsenstar gefeierte Zahlungsdienstleister Wirecard ist tief gestürzt. Warum fielen die Manipulationen so lange nicht auf? Nun sollen schärfere Regeln her.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz mahnt zu Tempo beim Umbau der Aufsicht nach dem Wirecard-Bilanzskandal. «Wir müssen jetzt auch konkret und praktisch werden», sagte der SPD-Politiker am Donnerstag bei der «Handelsblatt»-Bankentagung in Frankfurt.

«Ich halte es für dringend erforderlich, dass wir zum Beispiel die Rotation von Wirtschaftsprüfern, die in einem Unternehmen tätig sind, beschleunigen und die lange Dauer, die heute möglich ist, reduzieren. Ich halte es für dringend erforderlich, dass wir eine bessere Trennung von Prüfung und Beratung vornehmen als das heute der Fall ist und wir müssen natürlich den Aufsichtsbehörden noch mehr zusätzliche und schärfere Instrumente geben.»

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat für September umfassende Vorschläge der Bundesregierung zu Konsequenzen aus dem Wirecard-Skandal angekündigt….