Studie sieht Trendumkehr
Weniger Deutsche populistisch eingestellt

Teilnehmer einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen stehen Ende August vor dem Reichstag, ein Teilnehmer hält eine Reichsflagge. Foto: Fabian Sommer/dpa

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Gegen die da oben und für mehr Volkes Stimme: Populistische Einstellungen wie diese sind in Deutschland stark rückläufig, haben Meinungsforscher herausgefunden. Das berge die Gefahr, dass in die Defensive geratene Rechtspopulisten ins Extreme abrutschen.

Immer weniger Deutsche sind einer aktuellen Studie zufolge empfänglich für populistische Ideen.

So gilt nach einer repräsentativen Umfrage für das «Populismusbarometer 2020» von Bertelsmann-Stiftung und Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung nur noch jeder fünfte Wahlberechtigte als populistisch eingestellt, zwei Jahre zuvor war es noch jeder dritte. Auch der Anteil unpopulistischer Wähler ist seither um die Hälfte angestiegen. Gleichzeitig sehen die Forscher die Gefahr, dass die in die Defensive geratenen, verbliebenen Populisten sich stärker radikalisieren könnten.

Als «populistisch eingestellt» im Sinne der Studie gilt, wer acht typisch populistischen Aussagen über das Funktionieren von Staat und Gesellschaft zugestimmt hat. Dazu gehören…