Roaming für alle
Roaming-Tarif: Europäischer Gerichtshof entscheidet gegen O2

Das Logo des Telekommunikationsanbieters O2 ist an der Deutschlandzentrale am Uptown-Hochhaus zu sehen. O2 ist die Kernmarke von Telefonica Deutschland. Foto: Sven Hoppe/dpa

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O2 hat in Luxemburg im Streit um Roaming-Tarife eine Schlappe eingesteckt. Die Richter des Europäischen Gerichtshofs gaben den Verbraucherschützern recht.

Niederlage für O2 im Streit über die Abschaffung von Roaming-Gebühren für deutsche Kunden:

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs hätte der Telefonanbieter 2017 automatisch alle Kunden auf den neuen Tarif ohne Zusatzkosten für Mobilgespräche im EU-Ausland umstellen müssen und nicht nur Verbraucher mit bestimmten Tarifmodellen. Dies entschieden die obersten EU-Richter am Donnerstag in Luxemburg. (Rechtssache C-539/19)

Die EU hatte die Roaming-Gebühren zum 15. Juni 2017 mit dem Slogan «Roam like at home» abgeschafft: Handy-Anrufe und Datennutzung im EU-Ausland sollen demnach nicht mehr kosten als im eigenen EU-Land. O2, die in Deutschland vertretene Marke des spanischen Anbieters Telefónica, hatte nach Darstellung des EuGH aber nur Kunden automatisch umgestellt, die zuvor schon einen regulierten Roaming-Tarif hatten….