Die Internationalen Filmfestspiele von Venedig waren schon immer ein Highlight der jährlichen Kinosaison. Zur 77. Ausgabe in diesem Jahr richten sich aber besonders viele Augen auf die Großveranstaltung auf dem Lido: Die „Biennale di Venezia“ ist das erste große Filmfestival, das seit Beginn der Corona-Pandemie wieder regulär stattfindet. 

Festivalleiter Alberto Barbera nannte die Entscheidung, das älteste Filmfestival der Welt nicht virtuell abzuhalten oder ganz abzusagen – so wie es bei den Filmfestspielen in Cannes der Fall war-, ein „Zeichen der Zuversicht und eine konkrete Unterstützung“ für die Filmindustrie.

Filmfestival mit Maskenpflicht

In Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden wurden dafür einige Veränderungen eingeführt: Tickets gibt es nur noch im Vorfeld und online, dafür wurde die Anzahl der Vorführungen in der Hoffnung erhöht, dass sich die Besucher dann besser verteilen. Für die gesteigerte Anzahl an Screenings wurden zwei neue Open-Air-Kinos aufgebaut. Vor dem Eintritt wird bei jedem Besucher die Temperatur gemessen, im Kinosaal selbst gilt dann eine Maskenpflicht. Nur jeder zweite Sitzplatz darf belegt werden.

Bilder wie diese wird es in diesem Jahr aus Venedig nicht geben: ein voller Kinosaal bei den 76. Internationalen Filmfestspielen von Venedig im vergangenen Jahr.

 Außerdem wird das Programm reduziert. Die „Venice Classics“-Reihe, bei dem restaurierte Filmklassiker gezeigt werden, wird auf das Festival „Il Cinema Ritrovato“ in Bologna ausgelagert, die „Sconfini“-Reihe – die experimentellere Filme beinhaltet – wurde in diesem Jahr ausgesetzt. Außerdem findet der 2017 eingeführte Wettbewerb „Venice VR Expanded“ online statt, der die besten Beiträge in Virtueller Realität auszeichnet. „Das Herz des Festivals“ aber sei gerettet worden, so Barbera. 

Italien statt Hollywood

Und das Herz des Festivals sind die Filme, die um den Goldenen Löwen für den besten Film konkurrieren. 18 sind es in diesem Jahr – und damit nur…