Kritik an Kaufanreizen
Umwelthilfe nimmt Benziner und Hybride ins Visier

Der Messschlauch eines Geräts zur Abgasuntersuchung für Dieselmotoren steckt im Auspuffrohr eines Fahrzeugs. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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Viele Modelle kombinieren einen Verbrenner mit Elektromotor, darunter auch große SUV. Die Umwelthilfe hat einige getestet. Ergebnis: nicht gerade klimafreundlich. Das sehen die Hersteller anders.

Fünf Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals will die Deutsche Umwelthilfe verstärkt gegen überhöhte Abgaswerte bei Benzinern und Hybrid-Autos vorgehen. Das kündigte Geschäftsführer Jürgen Resch am Mittwoch an.

Er kritisierte Kauf- und Steueranreize für Autos mit kombinierten Elektro- und Verbrennungsmotoren. «Wir fordern einen Stopp dieser absurden Förderung klimaschädlicher Plug-in-Hybride», sagte Resch eine Woche vor weiteren Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Vertretern der Autoindustrie.

Der Verein präsentierte Ergebnisse eigener Messungen im Straßenverkehr. Demnach stoßen mehrere Hybrid-Stadtgeländewagen (SUV) deutlich mehr klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) aus als angegeben. In einem Fall sei es das Siebenfache der amtlichen Werte. Besonders hoch seien die Überschreitungen,…