Die dänische Regierung hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, das eine Zustimmung zum gemeinsamen Sex verpflichtend macht – ansonsten kann ein Akt als Vergewaltigung gelten. Rechtsexperten sehen aber Probleme.

Nach Schweden will auch Dänemark ein neues Vergewaltigungsgesetz einführen. Einer Mitteilung zufolge setzt sich die Regierung dafür ein, dass in Zukunft beide Partner dem Geschlechtsverkehr zustimmen müssen. Sonst gilt es als eine Vergewaltigung.  

Nach Informationen der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau kann die Zustimmung durch Worte oder Handlungen wie Küsse, Berührungen oder Geräusche ausgedrückt werden – oder eben ein deutliches „Ja“. Als Beispiel wird in der Mitteilung des Justizministeriums etwa das gegenseitige Ausziehen von Kleidung genannt. Medienberichten zufolge solle das Gesetz auch für Paare gelten.

Die Gesetzesinitiative haben die regierenden Sozialdemokraten gemeinsam mit ihren Unterstützerparteien, der sozialliberalen Radikale Venstre, der linken Einheitsliste, und der Sozialistischen Volkspartei SF auf den Weg gebracht. Der Vorschlag soll im Oktober ins Parlament debattiert werden. Da die vier Parteien im dänischen Parlament Folketing eine Mehrheit haben, gilt eine Verabschiedung als sicher. Eine Gesetzesänderung sei schon länger auf dem Weg gewesen, so Medien. 

„Meilenstein“ und „Rechtsgeschichte“ in Dänemark