Kein Radprofi riss aus – wie sonst eigentlich bei Flachetappen der Tour de France üblich. Einen Tag nach dem Erfolg des Slowenen Primoz Roglic bei der ersten Bergankunft der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt fuhr das Peloton rund 180 Kilometer lang geschlossen Richtung Ziel in Privas, dem Tor zum Naturpark um den Fluss Ardèche. Erst auf den letzten Kilometern, als die Teams ihre Sprintspezialisten in Position brachten, wurde das Rennen schnell. Mit rund 70 Stundenkilometern sprinteten die Schnellsten dem Zielstrich entgegen. 

Am Ende ballte der Belgier Wout van Aert die Faust. Der 25-Jährige gewann den Massenspurt in Privas vor dem Niederländer Cees Bol. Bei seinem Tour-Debüt 2019 hatte van Aert die zehnte Etappe für sich entschieden. Auf Platz drei landete der Ire Sam Bennett, der damit ins Grüne Trikot des besten Sprinters der Tour schlüpfte.

Alaphilippe weiter in Gelb

In der Gesamtwertung änderte sich an der Spitze nichts. Der Franzose Julian Alaphilippe verteidigte das Gelbe Trikot und wird es auch am Donnerstag tragen – auf der hügeligen sechsten Etappe von Le Teil über 191 Kilometer hinauf auf den 1567 Meter hohen Mont Aigoual in den Cevennen. 

Momente der Tour de France 2020

Nur mit Maske

Teamfahrzeuge am Strand in Nizza. Die Corona-Pandemie sorgt nicht nur für einen um knapp zwei Monate verzögerten Start der Tour de France. Auch Sicherheitsvorkehrungen müssen eingehalten werden. So sind im Zielbereich an der Cote d’Azur nur rund 400 Zuschauer zugelassen – mit Maske.

Momente der Tour de France 2020

Verpflastert

Kaum losgegangen, beschert die Tour bereits erste Blessuren. Ein Wetterumschwung auf der ersten Etappe sorgt für glitschige Straßen und jede Menge Stürze.

Momente der Tour de France 2020

Warten auf das Feld

Tour-Fans wissen, worauf sie sich einlassen: Stundenlanges Warten auf das große Feld, das – wenn es geschlossen bleibt – in 15 bis 20 Sekunden vorbeirauscht. Gut, wenn dazu wenigstens die Sonne scheint.