Weitere Anklage
Samsung-Erbe soll wegen Manipulationsvorwürfen vor Gericht

Lee Jae Yong, Vizevorsitzender von Samsung Electronics, kommt zum Hohen Gericht. Lee Jae Yong soll sich im Zusammenhang mit der umstrittenen Fusion zweier Konzerntöchter vor Gericht verantworten. Foto: Ahn Young-Joon/AP/dpa

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Seit langem gibt es Bestechungsvorwürfe gegen den De-facto-Chef des Samsung-Konzerns, Lee Jae Yong. Er steht deshalb vor Gericht. Jetzt droht ihm ein weiterer Prozess. Die Übernahme der Kontrolle bei Samsung durch Lee soll nicht mit rechten Dingen zugegangen sein.

Der Erbe des Samsung-Imperiums, Lee Jae Yong, soll sich im Zusammenhang mit der umstrittenen Fusion zweier Konzerntöchter vor fünf Jahren vor Gericht verantworten.

Die Ermittler verdächtigen das Management des größten südkoreanischen Mischkonzerns, die Fusion mit illegalen Mitteln eingefädelt zu haben, um Lee die Kontrolle bei Samsung zu sichern. Die Staatsanwaltschaft klagte den 52-jährigen Vizevorsitzenden des Smartphone- und Speicherchip-Marktführers Samsung Electronics am Dienstag wegen Aktienkursmanipulation, Untreue, Verstoßes gegen Rechnungsprüfungsvorschriften und anderer Delikte an. Neben Lee wurde gegen zehn weitere ehemalige und derzeitige Manager Anklage erhoben.