Donald Trump tritt ans Pult, um die Nation über den Stand der Dinge zu informieren. Die Pressekonferenz im Weißen Haus ist am Montag in letzter Minute angesetzt worden. Es muss sich also um etwas Wichtiges handeln.

Nach der inzwischen schon üblichen Desinformation über das „China-Virus“ („Wir tun, was keiner für möglich hielt“) kommt Donald Trump zur Sache. Sprich: „Die linke Gewalt, die wir in demokratisch regierten Städten sehen.“

Anlass ist der jüngste Vorfall in Portland im US-Bundesstaat Oregon, bei dem am Samstag nach rivalisierenden Protesten ein mutmaßlicher Trump-Anhänger ums Leben kam. Eine halbe Stunde lang schimpft Trump über Portland, das komplett „in Flammen“ stehe, über die „Killer“ der „Terrororganisation“ Antifa, über die Demokraten, die „unser Land zerstören“. Er werde alle Macht des Staates einsetzen, um die „linken Unruhen“ zu unterbinden: „Wir brauchen Ordnung.“

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Das meiste davon ist erlogen, erfunden oder aus dem Zusammenhang gerissen. Was wirklich in Portland geschah, bleibt unklar. Erste Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wie kam es zu den neuen Unruhen in Portland?

Seit drei Monaten kommt es in Portland fast täglich zu Black-Lives-Matter-Protesten gegen rassistische Polizeigewalt, bei denen es anfangs auch Sachbeschädigungen gab. Zuletzt hatte sich die Lage jedoch beruhigt.

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Gegen Black Lives Matter: Trump-Anhänger auf der Kundgebung am Samstag bei Portland

Foto: Paula Bronstein / AP

Am Samstag rollten Hunderte Trump-Anhänger mit einem kilometerlangen Konvoi aus flaggengeschmückten Trucks durch…