Wie funktioniert der Test?

Wer sich mit Sars-CoV-2 infiziert hat, bildet normalerweise Antikörper gegen das Virus. Diese sind frühestens ein bis zwei Wochen nach Symptombeginn im Blut nachweisbar, eine akute Infektion kann der Test daher nicht feststellen. Ebenso ist noch unklar, wie lange die Antikörper nach einer Infektion vorhanden sind. Wer den Test bestellt oder in der Apotheke kauft, bekommt ein Entnahmeset, mit dem man sich „einfach und schnell“ ein paar Tropfen Blut aus der Fingerkuppe entnimmt. Dazu sticht man sich mit einer sogenannten Lanzette in den Finger und träufelt das Blut auf die beigelegte Filterkarte. Die Probe muss anschließend getrocknet und in ein Labor in Leipzig gesendet werden, wo die Blutprobe mittels des Standardverfahrens Elisa auf Antikörper untersucht wird. Ähnlich wie bei den Corona-PCR-Tests zum Nachweis einer akuten Infektion lässt sich das Ergebnis innerhalb von 24 bis 48 Stunden online abrufen.

Wer hat den Test entwickelt?

Das Verfahren mit dem Namen „AProof“ ist aus einer Zusammenarbeit des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums (BBZ) der Universität Leipzig mit der Firma Adversis Pharma entstanden.

Für wen eignet sich der Test?

Auf der Website schreiben die Hersteller vage: „Antikörper gegen Sars-CoV-2 können das Erkrankungsrisiko im kritischen Arbeitsumfeld oder mit Risikopersonen senken.“ Und: „Mit nachgewiesenen Antikörpern ist eine erneute Ansteckung unwahrscheinlicher.“ Das Problem ist allerdings: Noch ist viel zu wenig darüber bekannt, was der Nachweis von Antikörpern überhaupt aussagt. Denn ob diese allein eine durchgemachte Infektion belegen oder aber auch vor einer zweiten Ansteckung schützen, ist unklar. Bislang war die Hoffnung vieler Forscher gewesen, dass man nach einer Infektion immun gegen das Virus ist. Doch Ende August waren mehrere Fälle von Einzelpersonen bekannt geworden, die sich ein zweites Mal mit Sars-CoV-2 infiziert hatten.

Zudem werden vom Körper meist erst einige Wochen nach der Infektion die…