Konzentrierte Geschäftigkeit, leise Stimmen, die über technische Details der Hängung beraten. Vor den leeren Garderoben im Tiefgeschoss des Bonner Kunstmuseums sieht es kurz vor der Eröffnung der Schau „Heart – 100 artists. 1 mission“  aus wie auf einer Baustelle: Werkzeug, Kleber, Lineal und Papiercutter liegen auf der Theke. Kunstvoll beleuchtete Vitrinen in Steingrau harren der kleinformatigen Kunstwerke, die ausgebreitet auf einer langen Tischplatte mit Holzböcken liegen.

Alle im Aufbauteam arbeiten sorgsam mit Handschuhen, um die empfindliche Oberfläche der Arbeiten – Fotografien, Zeichnungen, Malerei und kleine Skulpturen – nicht zu beschädigen.

Platziert werden in der Bonner Ausstellung 100 Arbeiten von 100 Künstlern, die für eine Kunst-Lotterie der Bonner UNO-Flüchtlingshilfe gespendet wurden. Eine publikumswirksame Spendenaktion, die so zum ersten Mal stattfindet.

Sonst als „Close Up“ im Großformat zu sehen: „Barack Obama. Chicago/2014“ von Martin Schoeller

100 Künstler engagieren sich 

100 Künstler machen diese Lotterie überhaupt erst möglich: International bekannte, wie Jenny Holzer, Jochen Gerz, Rune Mields, Olafur Eliasson, Anish Kapoor, Markus Lüpertz oder Anselm Kiefer, und regional beheimatete, die sich politisch seit langem in der Flüchtlingshilfe engagieren, wie beispielsweise Wolfgang Niedecken, Künstler und Frontsänger der Kölsch-Rockband BAP.

BAP-Sänger Wolfgang Niedecken engagiert sich immer wieder politisch, auch für die Flüchtlingshilfe

„Das sind 100 Künstler, die unter der Überschrift ‚Heart – 100 artists. 1 mission‘ gemeinsam mit uns ein Zeichen der Humanität setzen wollen – für die fast 80 Millionen Menschen, die auf der ganzen Welt auf der Flucht sind“, erklärt Peter Ruhenstroth-Bauer, der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe in Deutschland, im Interview mit der DW.

Teilnehmen kann jeder, der eines oder mehrere der 25.000 Lose im Wert von je 40 Euro erwirbt. Der Betrag passt zu einem runden…