1. Qopy and Paste – die wirren Theorien der Verschwörungspraktiker

Wenn man nur darauf achtet, sieht man das Q plötzlich überall: Das Grab von John F. Kennedy zum Beispiel, aus der Luft betrachtet, das sieht aus wie ein großes Q, kann man bei Google Maps erkennen. So erzählt es ein Anhänger des Verschwörungskultes QAnon meinen Kollegen von SPIEGEL TV und zeigt das Bild des Präsidentengrabes auf seinem Handy (hier geht es zum ganzen Beitrag). Und hat nicht Donald Trump ein Q in die Luft gemalt bei einem Auftritt neulich? Überhaupt, ist Trump vielleicht selbst der ominöse Unbekannte, der sich Q nennt?

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Enthüllt: Q ist der 23. Buchstabe des Alphabets, na ja fast

Foto: Sean Gallup / Getty Images

Es wäre fast komisch, was die Anhänger dieser Bewegung offensichtlich wirklich glauben, wenn es nicht so tragisch und gefährlich wäre. (Mehr dazu, warum Spott die falsche Reaktion ist, lesen Sie hier.) Erwachsene und damit wahlberechtigte Mitbürger sind überzeugt, dass eine angebliche Elite aus Pädo-Kriminellen, Politikern und Popstars unzählige Kinder zu Tode foltert, um aus deren Zirbeldrüsen eine Substanz namens Adrenochrom zu gewinnen.

„Dass es um misshandelte Kinder geht, macht die Sache gefährlich“, erklärt mein Kollege Manfred Dworschak. „Denn wer an eine derart monströse Fiktion glaubt, ist nach seiner eigenen Logik zum sofortigen Zuschlagen ermächtigt, ja sogar verpflichtet.“ Das FBI stuft QAnon gar als Gefahr für die nationale Sicherheit der USA ein.

Seit Beginn der Coronakrise hat die Bewegung auch in Deutschland an Zulauf gewonnen, wie am Wochenende bei den Protesten in Berlin erneut zu besichtigen war (hier mehr zu den Protesten). Das droht bei der Empörung über die Treppenbesteigung vor dem Reichstag und über die Bilder von Reichsflaggen vor dem Bundestagssitz manchmal unterzugehen: Das Q prangt nicht nur auf den Shirts, Transparenten und Fahnen, der Quatsch spukt in den Köpfen.

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