150. Geburtstag
Maria Montessori: Philanthropin, Querdenkerin, Reformpädagogin

Mehr als 1000 Schulen und Kitas in Deutschland arbeiten heute nach dem pädagogischen Konzept von Maria Montessori

© Mary Evans Picture Library / Picture Alliance

Sie war ihrer Zeit voraus, soviel steht fest. Ende des 19. Jahrhunderts promovierte Maria Montessori als erste Frau Italiens an der Universität Rom. Ihr Name ist heute vielen Eltern ein Begriff.

Am 31. August 2020 wäre Maria Montessori 150 Jahre alt geworden. Das Leben der Ärztin und Pädagogin dient auch heute noch vielen als Inspiration, denn es folgt der alten Regel: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Geboren als einziges Kind einer gutbürgerlichen Familie entwickelte Montessori früh ein Interesse für die Naturwissenschaften, ganz zum Unbehagen ihres konservativen Vaters. Nachdem sie ihr erstes Studium abgeschlossen hatte, gelang es ihr, sich einen Studienplatz für Medizin zu sichern. Ein Privileg, welches bis dahin Männern vorbehalten war.

Ihre Arbeit als Assistentin in einer psychiatrischen Klinik in Rom sollte ihren weiteren Lebensweg prägen. Entsetzt von dem verwahrlosten Zustand, indem sich geistig behinderte Kinder in dieser Klinik befanden, entschied sie sich auf Kinderheilkunde zu spezialisieren.

Wie die „Montessori-Methode“ geboren wurde