Am Samstag wurde Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einem Wahlkampfauftritt in Bergisch-Gladbach bespuckt und beschimpft. Das bestätigte er der „Rheinischen Post“. Vor dem Gebäude, in dem offenbar die CDU-Veranstaltung stattfand, hatten sich wütende Demonstranten eingefunden, die gegen die Corona-Maßnahmen protestierten.

Auf einem Video ist zu sehen, wie Spahn versucht, mit den aufgebrachten Protestierenden ins Gespräch zu kommen. Zu hören sind Pfiffe und wütende Rufe, während Spahn mit den Händen gestikuliert, um deutlich zu machen, dass er gern sprechen würde. Als das nicht funktioniert, steigt er in ein bereitstehendes Auto, das wegfährt. Als Spahn sich von der Menge abwendet, sind unter anderem homophobe Beschimpfungen und „Schande“-Rufe zu hören.

Der Minister sagte der „Rheinischen Post“, man müsse das Gespräch mit denen suchen, die unzufrieden mit der Corona-Politik seien. Diskussionen gehörten zur Demokratie. „Sie funktionieren aber nur, wenn beide Seiten bereit sind, zuzuhören. Aber wenn geschrien, gespuckt und gepöbelt wird, geht’s halt leider nicht.“

Die Zeitung „Express“ berichtete, Spahn sei am Samstag in der Kreisstadt in Nordrhein-Westfalen gewesen, um seinen Parteifreund Christian Buchen im Wahlkampf um das Bürgermeisteramt zu unterstützen.

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