Flagge zeigen gegen den Diktator in Minsk Rot-Weiß-Rot die Farben des Widerstands.

Auch in Deutschland protestieren Bellarussen seit Wochen gegen Lukaschenkos Wahlfälschung und die anschließende Polizeigewalt gegen die Demonstrierenden.

Ann Shkor, Belarus Razam: e.V.: „Ich bewundere diejenigen die versuchen, die auf ungewaltätige Art und Weise, dieses Regime in Belarus zu stürzen.“

Wie in Belarus sind es auch in Berlin vor allem Frauen, die den Protest organisieren. Ann Shkor ist eine von ihnen. Am Potsdamer Platz in Berlin haben sie und ihre Mitstreiterinnen ein Mauerstück in den Farben des Protests bemalt. Täglich kommen neue Solidaritätsbekundungen hinzu.

Ann Shkor, Belarus Razam: e.V.: „Wie glauben, wir können und wir werden gewinnen.“

Schon vor den Wahlen in Belarus protestierte die 30-Jährige mit ihrer Gruppe gegen die Verhaftung von Oppositionellen in ihrem Heimatland. Seit sich der russische Präsident Lukaschenko am 9. August mit 80 Prozent der Wählerstimmen zum Sieger erklärt hat, organisiert Shkor wöchentlich Aktionen. Unter anderem will sie mit ihrem Verein Menschen, die bei den Protesten in Belarus verletzt worden sind, zur Behandlung nach Deutschland bringen.

Ann Shkor, Belarus Razam: e.V.: „Es ist etwas mehr als 600 Kilometer von hier entfernt und dort ist es so wie in der Vergangenheit, im Mittelalter.Leute einfach ins Gefängiss zu stecken, darf nicht passieren. Shkor ist vor vier Jahren für ihr Architekturstudium nach Deutschland gekommen.“

Seit den Protesten in Belarus versucht sie mehrmals täglich Kontakt zu Familie und Freunden zu halten. Fast alle sind an den Demos in Minsk beteiligt, also potenziell in Gefahr.

Ann Shkor, Belarus Razam: e.V.: „Ständig sehe ich die Bilder oder Nachrichten von den Protesten. Ich bewundere das, und ich habe auch schreckliche Angst, dass etwas passiert.“

Marc Chagall Klebeband auf Beton: Ein Bild des wohl bekanntesten Belarussischen Künstlers haben die Aktivisten auf den Potsdamer Platz geklebt. In Abweichung vom…