Grau und verwittert trotzen die Findlinge seit Jahrtausenden Wind und Wetter. Ein Wunderwerk der steinzeitlichen Ingenieurskunst, erbaut zur Zeit der Pyramiden. Über 20 Tonnen wiegt jeder einzelne der 80 Megalithen, die bis zu sieben Meter in die Höhe ragen.

Was mag die Menschen in grauer Vorzeit dazu bewegt haben, diese gigantischen Felsblöcke hier aufzustellen? Es gibt viele Theorien dazu; die gängigste ist, dass Stonehenge als Observatorium diente, da die Strahlen der aufgehenden Sonne zur Sonnenwende genau ins Herz der Anlage scheinen. Denkbar ist auch, dass hier eine Begräbnisstätte lag oder heidnische Rituale vollzogen wurden. Der Londoner Archäologe Parker Pearson glaubt, dass früher bis zu ein Zehntel der damaligen Bevölkerung des heutigen Großbritanniens zu diesem Kultort strömten, um gemeinsam zu feiern. Seine These stützt er darauf, dass in der nahen Umgebung bis zu 80.000 Tierknochen gefunden wurden. Proviant für die Menschen? Stonehenge ist und bleibt ein Rätsel.

Dass Druiden Stonehenge errichten, gehört ins Reich der Fantasie. Sie gab es in der Steinzeit noch gar nicht.

Steinzeitliche Schwerstarbeit 

Der Bau begann etwa 3100 vor Christus. Die heute noch sichtbaren Überreste des steinernen Monuments sind nur ein Bruchteil der einstigen Anlage im Süden Großbritanniens, die im Lauf der Jahrhunderte immer wieder verändert wurde. Im Umkreis von mehreren Quadratkilometern gab es weitere Anlagen, das zeigen wissenschaftliche Untersuchungen. 

Sicher ist, dass dieser Ort für seine Erbauer eine ganz besondere Bedeutung hatte. Anders lässt sich der riesige Aufwand nicht erklären: Wissenschaftler haben berechnet, dass mehrere Millionen Arbeitsstunden notwendig waren, um die Anlage zu errichten. Der Transport der Steine und das mühsame Aufstellen der Kolosse waren für die damaligen Zeit eine ungeheure Herausforderung.

Gesteinsanalyse erklärt Herkunft der Steine 

Die kleineren Basaltsteine, das haben frühere Studien ergeben, stammen aus…