Auf einem abgelegenen Feld in Rottendorf in der Nähe von Helmstedt in Niedersachsen hat die Feuerwehr einen Toten in einem ausgebrannten Auto gefunden. Ob es sich um ein Verbrechen oder um einen Suizid handelt, ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Schnell hat aber ein Bericht der „Helmstedter Nachrichten“ die Runde gemacht, dass es sich um einen ehemaligen Mitarbeiter von Volkswagen handeln könnte.

Damit aber bekäme die Angelegenheit möglicherweise eine völlig neue Dimension: Denn der VW-Mitarbeiter, auf den die Zeitung anspielt, gilt als Verdächtiger in einer Abhöraffäre, die zurzeit den gesamten Konzern in Atem hält. Bei den mitgeschnittenen Gesprächen ging es um einen Zulieferer, mit dem der Konzern seit Jahren im Clinch liegt. Und sie offenbaren, wie ruppig der Ton in dieser Branche bisweilen ist.  

Noch sind es nur erste Hinweise, denen die Staatsanwaltschaft Braunschweig nachgeht. Noch ergeben die Mosaiksteine kein klares Bild. Doch es lohnt sich nachzuforschen – denn dahinter könnte sich ein Krimi verbergen, wie ihn die deutsche Wirtschaft der Nachkriegszeit noch selten erlebt hat.

Der rätselhafte Todesfall

Am Montag, den 10. August, rücken die Feuerwehren der Gemeinden Rottdorf und Grasleben aus, um ein brennendes Auto zu löschen. Die Hilfskräfte sind in Eile, denn angesichts der ausgetrockneten Wiesen und Wälder in der Umgebung ist die Gefahr groß, dass sich das Feuer schnell ausbreitet.

Am Ende ist der Brand schnell gelöscht, doch erledigt ist die Sache damit nicht. Denn in dem ausgebrannten Wagen finden die Feuerwehrleute eine Leiche. Anzeichen für ein Fremdverschulden sind zunächst nicht zu erkennen. Doch ebenso wenig deutet etwas auf einen Unfall hin.

Die zuständige Staatsanwaltschaft in Braunschweig schaltet sich ein und ordnet eine Obduktion an. Offiziell heißt es, die Identität des Toten sei noch nicht eindeutig geklärt. Gewissheit müsse erst eine DNA-Analyse bringen, die Ende nächster Woche abgeschlossen sein werde, sagte eine…