Frankreich
„Alles innerhalb von sieben Kilometern ist tot“: Nestlé hat Ärger wegen Fisch-Massensterben

In dem französischen Fluss Aisne kam es zu einem Fisch-Massensterben (Symbolbild)

© Heiko Kueverling/ / Picture Alliance

von Malte Mansholt
15.08.2020, 14:52 Uhr

Der Nestlé-Konzern gerät immer wieder in die Schlagzeilen. Aktuell droht Ärger in Frankreich: Eine Milchpulver-Fabrik soll dort ein Fisch-Massensterben ausgelöst haben.

Es sind erschreckende Bilder: Tausende tote Fische mussten in den letzten Tagen aus dem Fluss Aisne in Nordfrankreich geborgen werden. Verantwortlich soll eine Fehlfunktion in einer Fabrik des Lebensmittelgiganten Nestlé sein. Jetzt droht dem Konzern Ärger.

„Innerhalb eines Bereichs, der sieben Kilometer lang und 30 Meter breit ist, ist alles tot“, berichtet Michel Adam, Präsident des Fischereiverbandes der Ardennen, gegenüber der „BBC“. „Wir haben bereits drei Tonnen toter Fische geborgen. Aber es sind immer noch welche im Wasser. Es sind gut 14 Arten betroffen, darunter auch geschützte wie Aale und Neunaugen.“ Bei Facebook hat der Verband die Bergung der toten Tiere über drei Tage dokumentiert.