Sie aßen in Restaurants, tranken in Bars, tanzten in Nachtklubs. Kinos waren wieder gut besucht und die Stadien beim Nationalsport Rugby wieder voll. Für Neuseelands fünf Millionen Einwohner sah das Leben bis vor wenigen Tagen wieder aus wie vor der Pandemie, von den für Ausländer geschlossenen Grenzen abgesehen.

Schon vor dreieinhalb Monaten hatte Premierministerin Jacinda Ardern den Sieg im Kampf gegen das Coronavirus verkündet. Am Sonntag knackte das Land eine weitere Marke: 100 Tagen ohne eine Corona-Übertragung vor Ort; die aktiven Fälle: allesamt Einreisende, bekannt und in Quarantäne. Das blieb zwei weitere Tage so.

Das Virus kehrt ins Musterland zurück

Dann trat Ardern erneut vor Journalisten. Es seien vier neue Fälle gemeldet worden, verkündete die Regierungschefin. Es handele sich um eine Familie aus Auckland, der größten Stadt des Landes.

Neuseeländische Medien berichteten, dass ein Mann, um die 50 Jahre alt, Symptome gezeigt hatte. Ein Test am Montag und ein weiterer am Dienstag fielen demnach positiv aus. Bei den drei weiteren Personen handelt es sich offenbar um Mitglieder seiner Familie. Wie und wo sie sich angesteckt haben, ist bisher unklar.