Der Aufsichtsrat des Mutterkonzerns von MediaMarkt und Saturn, Ceconomy, hat einer Neuausrichtung des Unternehmens zugestimmt. Damit verbunden ist der Abbau von bis zu 3500 Stellen beim Elektronikhändler, früheren Angaben zufolge sollen die Arbeitsplätze vorwiegend im europäischen Ausland abgebaut werden. Zudem sollen „in begrenztem Umfang“ Läden geschlossen werden.

Die Strukturen des Konzerns mit seinen Elektronikketten sollen vereinheitlicht werden, hieß es. Im Mittelpunkt der Neuorganisation stünden über alle Länder hinweg einheitliche Führungsstrukturen und standardisierte Prozesse und Abläufe. Erst im Juli 2019 hatte das Unternehmen angekündigt, 600 Stellen in der Verwaltung streichen zu wollen.

Ceconomy wurde bislang sehr dezentral geführt. Der Frust im Management und Aufsichtsrat war trotz des angestrebten Umbruchs zuletzt groß, immer mehr Führungskräfte verließen die Firma. Nach SPIEGEL-Informationen wird bereits nach einem Nachfolger für Chef Bernhard Düttmann gesucht, dessen Vertrag im Oktober ausläuft.

Die Neuerungen gelten für die Verwaltungsfunktionen in den Landesgesellschaften ebenso wie für die Organisation der Märkte, hieß es. Dadurch verspricht sich das Management eine höhere Effizienz und niedrigere Kosten. Auch in den Märkten werde MediaMarktSaturn die Führungsstrukturen europaweit harmonisieren. In jedem der derzeit rund 1000 Läden soll eine Standardorganisation eingeführt werden.

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