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Krise beim Firefox-Entwickler: Mozilla streicht ein Viertel seiner Stellen

Der Firefox wird in Mozillas Heimat San Francisco entwickelt

© Frank Duenzl/ / Picture Alliance

Die Dominanz des Firefox auf dem Browsermarkt ist lange vorbei. Trotzdem konnte sich Entwickler Mozilla gut halten. Doch die Corona-Krise zwingt nun zu drastischen Schritten.

Die Corona-Krise macht auch vor den Browser-Entwicklern nicht halt. Firefox-Entwickler Mozilla muss nun Konsequenzen ziehen: Jeder vierte Arbeitsplatz der Stiftung wird gestrichen, konkret werden 250 Mitarbeiter gehen müssen, wie Mozilla-Chefin Mitchell Baker am Dienstag ankündigte. Der Standort in Taiwan wird demnach geschlossen. Mozilla will zudem sein Geschäft mit der beschleunigten Entwicklung neuer Dienste ausbauen.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie hätten den Umsatz erheblich gedrückt, räumte Baker ein. Eine zentrale Einnahmequelle von Mozilla ist ein Deal mit Google: Der Internet-Konzern bezahlt dafür, dass seine Suchmaschine im Firefox-Webbrowser voreingestellt wird. Laut dem letzten Mozilla-Jahresbericht aus dem Jahre 2018 hatten diese Gebühren fast 95 Prozent der gut 450 Millionen Dollar Einnahmen ausgemacht. Google meldete für das vergangene Quartal einen Rückgang der Online-Werbeerlöse.