Aufarbeitung der Kolonialzeit
„Nicht akzeptabel“ – Namibia lehnt 10-Millionen-Entschädigung aus Deutschland ab

Namibias Präsident Hage Geingob will beim Abschluss der Verhandlungen konsequent bleiben

© RODGER BOSCH / AFP

Seit Jahren verhandeln die Regierung Namibias und Deutschlands über eine Wiedergutmachung der Verbrechen, die Deutschland während der Kolonialzeit in dem afrikanischen Staat begangen hat. Ein Angebot zur Entschädigung wurde nun brüsk zurückgewiesen. 

Die Verhandlungen zur Aufarbeitung der Kolonialzeit zwischen Namibia und Deutschland bleiben schwierig. Das afrikanische Land hat ein Entschädigungsangebot Deutschlands abgelehnt. Das Angebot der Bundesregierung, zehn Millionen Euro als Wiedergutmachung zu zahlen, sei für Präsident Hage Geingob „weiter nicht akzeptabel“, zitierte die Zeitung „The Namibian“ am Dienstag den Berater des Präsidenten, Alfredo Hengari. Geingob selbst twitterte, er sei über den Stand der Gespräche informiert worden und habe empfohlen, die Verhandlungen fortzusetzen. „Wir bleiben beim Abschluss dieser Schlüsselmission konsequent“, schrieb er.

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