Die Ernennung von Kamala Harris zur Kandidatin für die Vize-Präsidentschaft in den USA hat international viel Zustimmung geerntet. Doch ist die 55-Jährige wirklich so etwas wie die Garantie für Joe Bidens Wahlsieg? Was für und was gegen sie spricht.

Hat Joe Biden den Wahlsieg eingewechselt? Die überwiegende Zahl der Reaktionen auf die Wahl von Kamala Harris zum „Running Mate“ des designierten demokratischen Präsidentschaftskandidaten will das offenbar glauben machen. Möglicherweise die erste Vize-Präsidentin, noch dazu eine nicht-weiße Frau, erfahren in Regierungsämtern (in Kalifornien), erprobt im Wahlkampf, hart im Nehmen und Austeilen und daher alles in allem bereit, sofort das Ruder im Weißen Haus zu übernehmen – ob kurzfristig bei einer möglichen Schwäche des manchmal ältlich wirkenden Biden oder bei der Wahl 2024.

Doch ist die 55 Jahre alte Senatorin aus Kalifornien tatsächlich eine so strahlende Figur, die nur Positives für die Kampagne von Joe Biden bewirken kann? Bei den Vorwahlen konnten sich die Demokraten jedenfalls nicht auf sie einigen; ihre Ambitionen, selber Anfang November gegen Donald Trump anzutreten, scheiterten. 

Das spricht für Kamala Harris

„Historische“ Kandidatin: Schon die Tatsache, dass sie ausgewählt wurde, hat eine Menge bewirkt. Obwohl es nicht überraschend war, gilt Harris‘ Nominierung als Aufbruchssignal. Die erste schwarze Frau auf dem Präsidentschaftsticket einer der beiden großen Parteien. So…