Joe Biden zieht mit Kamala Harris in den Wahlkampf. Die Auswahl des „Running Mate“ wurde diesmal besonders aufmerksam verfolgt. Auch, weil manche glauben, dass sie früher ins Präsidentenamt rutschen könnte als gedacht.

Das sagt die internationale Presse zur Wahl von Kamala Harris als Kandidatin für das Vize-Präsidentenamt – die erste Frau und gleichzeitig die erste „Woman of Colour“ in dieser Funktion.

USA:

„New York Times“: Eine bahnbrechende Entscheidung, aber auch eine konventionelle

„Mit der Nominierung von Kamala Harris als Running mate hat Joseph R. Biden Jr. eine bahnbrechende Entscheidung getroffen, indem er eine nicht-weiße Frau auswählte, die Vizepräsidentin und möglicherweise eines Tages eine Nachfolgerin im Weißen Haus werden soll. Trotzdem hat Mr. Biden auf gewisse Weise auch eine konventionelle Wahl getroffen: eine Senatorin zu wählen, die ein Gleichgewicht der Generationen und der Geografie auf das Ticket der Demokraten bringt und seine Mitte-Links-Politik in Zeiten eines zunehmenden Wandels der Partei teilt. (…) Progressive Demokraten finden sich nun unter der Führung von zwei Gemäßigten mit recht vorsichtigen politischen Instinkten wieder, auch wenn die Energie der Aktivisten die Partei durchströmt und linke Herausforderer einige Amtsinhaber entthronen. Die meist jungen Protestierenden, die die Straßen fast jeder amerikanischen Stadt füllen, um die Polizeibrutalität und Präsident Trump anzuprangern, werden von zwei Persönlichkeiten repräsentiert, die ihnen…