Hubertus Heil verschiebt eine Dienstreise nach Rumänien: Bei dem zweitägigen Besuch des Bundesarbeitsministers sollte es um mehr Schutz für Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft und für Mitarbeiter in der Fleischindustrie gehen. Doch wegen Corona-Gefahr findet die Reise vorerst nicht statt.

„Zu meinem großen Bedauern musste ich heute kurzfristig die geplante Reise nach Bukarest verschieben“, teilte der SPD-Politiker am Abend mit. Die lokale Entwicklung der Corona-Infektionen habe dazu geführt, dass Bukarest am Mittwoch von den zuständigen Ministerien zum Risikogebiet erklärt wurde. „Ich habe mit meiner rumänischen Amtskollegin telefoniert, die die Entscheidung mit großem Verständnis aufgenommen hat“, so Heil weiter.

Man habe verabredet, die geplanten Themen der Reise, insbesondere den Schutz rumänischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland, am Donnerstag in einer Videokonferenz zu besprechen, erklärte Heil: „Ich bin zudem zuversichtlich, dass ich die Reise nach Rumänien in der nahen Zukunft nachholen kann.“

Nach einer Häufung von Corona-Fällen waren die Arbeitsbedingungen vor allem osteuropäischer Beschäftigter in diesen Bereichen Landwirtschaft und Fleischindustrie in den Blickpunkt gerückt.

Icon: Der Spiegel