Weltraum
Galaktische Säuberung – Nasa macht den Sternenhimmel politisch korrekt

Der Eskimonebel, NGC 2392, liegt im Sternbild Zwillinge. 

© Nasa / Commons

von Gernot Kramper
12.08.2020, 09:11 Uhr

Die Nasa will „schädliche“ Spitznamen von Planeten und Galaxien ändern beziehungsweise nicht mehr verwenden.

Auch im All geht es politisch nicht immer korrekt zu, meint die Nasa zumindest. Sie will umstrittene Namen, die für Himmelskörper benutzt werden, nicht länger verwenden. Galaxien haben einerseits eine wissenschaftliche Katalog-Bezeichnung. Das ist nur eine Nummer, viele Gebilde tragen dazu einen weiteren Namen, der weitaus einprägsamer ist. Unsere Galaxie heißt beispielsweise Milchstraße. Daran hat noch niemand Anstoß genommen, obwohl „Milch“ für den ein oder anderen Veganer auch eine Provokation darstellen könnte.

Koloniale Namensgebung

Dafür geht es NGC 2392 an den Kragen, das Gebilde wurde nämlich „Eskimonebel“ genannt. Der Name entstand, weil der sterbende Stern seine äußeren Schichten wie eine Wolke wegbläst. Diese äußere Scheibe umgibt den Nebel und sieht der pelzgefütterten Kapuze eines Parkas…