von Eugen Epp
01.08.2020, 19:01 Uhr

Telefonieren gehört für unseren Autor zu den unangenehmsten Dingen überhaupt. Vor allem in der Öffentlichkeit. Können wir das nicht einfach sein lassen?

„Mir vergeht das Lachen schon, wenn ich ans Telephon nur denke.“ Niemals würde ich es wagen, mich mit Franz Kafka zu vergleichen, aber eines habe ich doch mit dem vielleicht wichtigsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts gemeinsam: Dieser Satz, den Kafka am 14. November 1912 an seine Verlobte Felice schrieb, hätte auch von mir sein können.

Telefonieren gehört für mich nämlich zu den so ziemlich unangenehmsten Dingen, die passieren können. Deshalb versuche ich meistens, um jeden Preis Gespräche am Telefon zu vermeiden. Weil sie nervig, peinlich, unsicher und unnötig sind. 

Natürlich trage ich wie fast jeder andere auch den ganzen Tag lang ein Telefon mit mir herum. Das Smartphone ist aber eher ein Computer, mit dem man zufällig auch telefonieren könnte, denn eigentlich nutze ich es nur zur schriftlichen Kommunikation. Wer versucht, mich anzurufen, muss schon ganz großes Glück haben, um mich auch wirklich zu sprechen. Einerseits weil ich Telefonieren nicht abkann, andererseits weil ich das Handy immer stumm geschaltet habe. Das Piepen oder Vibrieren bei jeder Nachricht würde mich kaputtnerven.

Telefonieren ist eine unsichere…