«Was man dieses Jahr bloß anfangen soll? Eine Ausbildung» – mit Slogans wie diesen wirbt das Handwerk um Azubis. Die haben es aber in diesem Jahr nicht leicht.

Es ist ein holpriger Start – in ein ganz besonderes Ausbildungsjahr. Die Corona-Krise hat bei Azubis und Betrieben für viele Probleme gesorgt. Die Berufsorientierung ist deutlich schwieriger geworden: Ausbildungsmessen und andere Veranstaltungen fielen aus.

«Der Ausbildungsmarkt ist in schwerem Fahrwasser und das macht uns im Moment schon Sorgen», sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer der Deutschen Presse-Agentur. Das Handwerk sei in der Vermittlung sechs bis acht Wochen hinterher. Von Januar bis Juni seien 16,6 Prozent seien weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden als im Vorjahreszeitraum.

Die Folgen der Corona-Krise belasten viele Betriebe, Umsätze und Gewinne sind eingebrochen. Die DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte warnte aber: «Auf die Corona-Krise darf keine Fachkräftekrise folgen. Wird jetzt an der Ausbildung gespart, hören wir spätestens nach Corona die Klagen über den Fachkräftemangel. Die Unternehmen müssen alles tun, um bestehende Ausbildungen fortzuführen und neue Ausbildungsplätze zu schaffen.»

Einer, bei dem es gepasst hat, ist Lucas Ackermann. «Ich bin schon ein wenig aufgeregt», sagte der 16-Jährige. Er fängt am Montag eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bei einem Betrieb in Köln an. Es…