Nicht geschnitten
Filme sind im TV immer kürzer als im Kino – das ist der verblüffende Grund dafür

Auf der heimischen Couch machen Filme Spaß

© Marco_Piunti / Getty Images

von Malte Mansholt
01.08.2020, 16:25 Uhr

Wenn Filme von der Leinwand ins Fernsehen kommen, sind sie immer ein gutes Stück kürzer. Der Grund dafür ist aber nicht die Zensurfreude der FSK. 

Fans von Horror- und Actionfilmen kannten das Phänomen schon lange: Wenn ein besonders brutaler Film ins TV kam, schnitten die Sender teils minutenlange Szenen heraus, um dem Film eine Jugendfreigabe zu ermöglichen. Die TV-Fassung war dann teils kaum noch wieder zu erkennen. Was die meisten Zuschauer aber nicht wissen: Auch völlig harmlose Kinofilme sind im TV kürzer als im Kino. Dafür gibt es schlicht technische Gründe.

Während im Kino Filme mit 24 Bildern pro Sekunde über die Leinwand flimmern, sind es beim im deutschen Fernsehen genutzten PAL-Standard 25 Bilder die Sekunde. Um die Filme hierzulande trotzdem senden zu können, müssen sie an den Standard angepasst werden – und werden einfach mit einem Bild je Sekunde mehr abgespielt. Die Filmlänge verkürzt sich also schlicht, weil der Film schneller abläuft. Gute vier Prozent…