Jedes Jahr kommen hunderte junger Musiker aus aller Welt nach Berlin, um beim Young Euro Classic zu spielen, einem der größten internationalen Jugendorchester-Festivals. Was sie alle eint: die Liebe zur klassischen Musik.

Die deutsche Hauptstadt ist nicht nur ein Mekka für Techno-Fans, die zum weltbekannten Club „Berghain“ pilgern, sondern auch ein Zentrum für den klassischen Musikernachwuchs. „Die Jugendorchester, die von weither kommen, wollen hier besonders gern deutsche klassische Musik spielen und zeigen, dass sie dazugehören“, sagt Dieter Rexroth, künstlerischer Leiter und einer der Gründungsväter des Festivals, im Gespräch mit der Deutschen Welle.

Eine Plattform für Jugendorchester aus aller Welt

Festivalleiter Dieter Rexroth kümmert sich um die Nachwuchsförderung

Seit 20 Jahren gibt es Young Euro Classic. Damals wuchs die Europäische Union durch viele Beitritte osteuropäischer Staaten. „Wir wollten mit dem Festival ein Signal für die europäische musikalische Jugend setzen“, sagt Rexroth. Im Laufe der Jahre kamen dann außereuropäische Länder hinzu, wie etwa die USA, China oder Japan. Auch Orchester aus Lateinamerika, Australien und aus arabischen Ländern wollten dabei sein. „Die klassische Orchestermusik, die wir betreiben, wurde zwar in Europa geboren, aber sie ist weltweit verbreitet“, stellt Rexroth fest.

Rund 24.000 Besucher lockt das Festival jährlich in die Kulturmetropole Berlin, und im Publikum sind alle Altersklassen vertreten. Wie kaum ein anderes klassisches Musikfestival kann Young Euro Classic eine Auslastung von 96 Prozent vorweisen. Das Erfolgsrezept: „Man erlebt junge Leute aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen, die auch klassische Musik mitbringen, die durch die Volksmusik ihrer Heimat geprägt ist“, erläutert Rexroth sein Konzept. „Das trägt entscheidend zur begeisterten Stimmung bei.“

Die Welt auf andere Weise nach Berlin bringen

Doch in diesem Jahr ist alles anders. Orchester, die aus Uruguay, Usbekistan, Kanada…