Seine Filme sind längst Kult. Was Alan Parker vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren auf die Leinwand brachte, fesselt die Zuschauer noch heute. Der Mystery-Thriller „Angel Heart“, das Musical „Evita“ mit Madonna in der  Hauptrolle, die Gangster-Komödie „Bugsy Malone“, das Drama „Mississippi Burning“ über Rassismus in den USA  oderdie packendeMusikverfilmung „Pink Floyd – The Wall“ gehörten zu seinen Meisterwerken. Ebenfalls legendär sind die Filme „Fame“, „Midnight Express“ und „Die Commitments“. Was Parker anpackte, wurde zum Erfolg. Einen Oscar sowie mehrere Golden Globes und British Academy Film Awards heimste er ein.

Erste Schritte in der Werbung 

Parker wurde am 14. Februar 1944 in London geboren. Seinen ersten Job hatte er als Bürobote in einer Werbeagentur. Doch schon bald durfte er eigene Texte verfassen. Eines Tages traf er bei der Arbeit  den späteren Filmproduzenten David Puttnam – damals wurde der Grundstein für Alan Parkers Karriere als Regisseur gelegt.

1968 drehte er zunächst Werbespots fürs Fernsehen, Anfang der 70er-Jahre begann er dann mit Kurzfilmen. Er gehöre zu einer Generation von Filmemachern, die einfach mit Werbung anfangen mussten, weil es damals in Großbritannien keine Filmindustrie gegeben habe, sagte er einmal.

Special Agent Alan Ward (Willem Dafoe) will in „Mississippi Burning“ den Tod an drei jungen schwarzen Männern aufklären – und sticht in ein Wespennest

Ein Leben für den Film

Mit Männern wie Parker sollte sich das ändern. Er wurde später Vorsitzender des Britischen Filminstituts sowie des Filmrats des Vereinigten Königreichs. 2002 wurde er von Queen Elizabeth II. für seine Leistungen in der Filmbranche zum Ritter geschlagen. In seinem letzten Film „Das Leben des David Gale“ mit Kevin Spacey und Kate Winslet in den Hauptrollen thematisierte er die Todesstrafe in den USA.

Parker starb am Freitag nach langer Krankheit, teilte seine Familie mit. Sein langjähriger Weggefährte David Puttnam zeigte sich tief…