Sehen Sie im Video: Sportler fahren virtuelle Tour de France von Zuhause aus.

Die Britin April Tacey hat am Sonntag ihren zweiten Etappensieg bei der virtuellen Tour de France erzielt. Am Ende hatte die 19-Jährige sichtlich zu kämpfen, schaffte es dann aber doch vor ihrer Landsfrau Anna Henderson und der US-Amerikanerin Lauren Stephens über die Ziellinie. „Es fühlt sich toll an, eine weitere Etappe gewonnen zu haben. Dieses Rennen war wirklich, wirklich hart. Als ich auf den letzten Hügel kam, habe ich die Führung fast aus der Hand gegeben. Dann auf der letzten Abfahrt habe ich es geschafft. Ich kann einfach nicht glauben, dass ich den Sprint gewonnen habe.“ Die Etappe, die vierte von insgesamt sechs, verlief über zwei Runden mit jeweils zwei Anstiegen. Die gesamte Strecke war 46 Kilometer lang. Die Tour de France hätte eigentlich am 27. Juni in Nizza starten sollen. Wegen der Coronavirus-Pandemie wurde der Grand Depart auf den 29. August verschoben. Über das Videospiel Zwift wird nun erstmals die Virtuelle Tour de France ausgetragen, bei der sich Profis nun fit halten und Werbung für ihre Sponsoren machen können. Bei den Männern siegte der Australier Freddy Ovett, der sich, wie viele andere auch, einen Ventilator aufstellte, um den Fahrtwind zu simulieren. „Man muss es lernen, es ist ein Spiel und du musst dich damit auseinandersetzen. Aber um ehrlich zu sein, ich denke nicht, dass es kompliziert ist, wie manche Menschen sagen. Hart anfangen, hart weitermachen, hart aufhören, das war’s. Es ist nicht so kompliziert, wie die Leute es gerne darstellen. Es ist eine fantastische Trainingshilfe und ich bin ein großer Fan davon, um ehrlich zu sein.“ Ovett ist Teil des israelischen Teams NTT. Es steht in der Gesamtwertung ganz oben. Nächste Woche ist das letzte Rennwochenende, das traditionell – aber zum ersten mal virtuell – auf der Champs-Elysèes enden wird.