Während sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Bayerns Landesvater Markus Söder (SPD) als Corona-Krisenmanager ein Duell lieferten als ginge es schon um die Kanzlerkandidatur der Union, war Friedrich Merz außen vor. Inzwischen haben die Streithähne – insbesondere Laschet – ihre Kratzer abbekommen. Ob die Krise ihm genutzt oder geschadet habe, könne er nur schwer beurteilten, sagte Friedrich Merz am Dienstagabend bei „Markus Lanz“ im ZDF, laut den Umfragen stehe er „auf jeden Fall nicht schlechter“ da als zuvor. „Ich bin nicht unzufrieden mit der Situation“, sagte Merz, „weil ich nach wie vor viel Zustimmung bekomme.“

Wie steht es also um ihn, um das Rennen um CDU-Vorsitz und -Kanzlerkandidatur, das in der Coronakrise aus dem Fokus geraten ist, und das Verhältnis zu den USA und Donald Trump, mit dem er – im Falle eines eigenen Wahlsiegs zusammenarbeiten müsste?

Das sagte Friedrich Merz über …… einen Kanzlerkandidaten Markus Söder:

„Denkbar, klar. (…) [Am 4. Dezember in Stuttgart auf dem Bundesparteitag] werden wir einen Vorsitzenden wählen, und die beiden Vorsitzenden der CDU und der CSU werden danach sprechen, wie das weitergeht. (…) [Da müssen] Kandidat, Thema und Zeit zusammenpassen. (…) Kanzlerkandidaten der CSU hat es immer nur gegeben, wenn die CDU mit ihren Vorsitzenden sehr unzufrieden war. Und ich unterstelle mal, dass das wahrscheinlich zum Jahreswechsel 2020/2021 nicht der Fall sein wird.“

… Armin Laschet:

„Ich finde, er wird da teilweise unfair kritisiert. So eine Krise ist für alle Beteiligten eine Riesenherausforderung und wirklich ein echtes Problem. (…) In den Augen der Bevölkerung hat wahrscheinlich Söder den besseren Job gemacht, aber Armin Laschet hat es in Nordrhein-Westfalen auch schwieriger. Da ist vieles auch nicht vergleichbar. Noch einmal: Ich finde die Kritik an ihm überzogen und unfair. (…) ich hätte vielleicht versucht, auch mit Markus Söder viel enger zusammen und abgestimmt vorzugehen. Aber, nochmal, das…