Die Coronavirus-Krise hat sich in den USA zuletzt wieder verschärft: Mehr als die Hälfte der US-Bundesstaaten verzeichnet derzeit einen raschen Anstieg von Ansteckungen, einige Regionen erleben gar Rekordzahlen. Und die Lage könnte sich nach Einschätzung eines der renommiertesten Virusexperten der USA durchaus weiter verschärfen.

Anthony Fauci, Berater von US-Präsident Donald Trump, hat vor einem massiven Anstieg der Infektionen gewarnt. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in den USA könne von derzeit mehr als 40.000 auf 100.000 ansteigen, sagte Fauci am Dienstag bei einer Anhörung im US-Senat.

„Ich bin sehr besorgt und ich bin nicht zufrieden mit dem, was passiert, weil wir in die falsche Richtung gehen“, sagte Fauci vor dem Senat. „Wir haben die Lage derzeit eindeutig nicht komplett unter Kontrolle.“

Mit Blick auf die Infektionszahlen sagte der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten: „Ich wäre nicht überrascht, wenn wir 100.000 pro Tag erreichen, wenn sich das (der Trend) nicht umkehrt.“

Das Mitglied der Coronavirus-Taskforce der US-Regierung hatte bereits vergangene Woche gewarnt, die USA hätten „in bestimmten Gebieten ein ernstes Problem“. Er kritisierte nun unter anderem jüngere Menschen, die mit einem „gefährlichen“ Verhalten zur Ausbreitung des Virus beitrügen – etwa indem sie in volle Bars gingen, keine Schutzmasken trügen und die Abstandsregeln nicht einhielten.

Die Liste der betroffenen Staaten ist lang

Von dem Anstieg der Infektionszahlen sind viele Staaten im Süden und Westen der USA betroffen. Angesichts der Entwicklung verdoppelte New York nun die Zahl der Bundesstaaten, deren Bewohner sich bei einem Besuch in Quarantäne begeben müssen. Wie New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Dienstag sagte, gilt die zweiwöchige Quarantäne fortan auch für Besucher aus Kalifornien, Nevada, Georgia, Iowa, Idaho, Louisiana, Mississippi und Tennessee. Die Maßnahme betrifft damit insgesamt 16 Bundesstaaten.

Vergangene Woche war…