Stellenstreichungen beim Flugzeugbauer Airbus treffen Deutschland besonders hart. Dort sollen 5100 Stellen wegfallen – viele müssen nun um ihren Job fürchten. Der Konzern hat betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen.

Weltweit will Airbus wegen der Coronakrise 15.000 Stellen streichen. Arbeitnehmervertreter schlagen Alarm – sie befürchten einen Kahlschlag. Airbus-Chef Guillaume Faury betonte, man habe derartige Maßnahmen vermeiden wollen – müsse nun aber der Realität ins Auge sehen. Die Pläne sollen bis Sommer 2021 umgesetzt werden.

Airbus beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben rund 46.000 Mitarbeiter an fast 30 Standorten – etwa in Hamburg-Finkenwerder, Stade oder Bremen. In der Verkehrsflugzeugsparte arbeiten demnach mehr als 28.000 Menschen. Die Gewerkschaft IG Metall moniert, dass Deutschland von dem Stellenabbau überproportional betroffen sei, da zu den nun angekündigten 5100 Streichungen noch der bereits angekündigte Abbau von 900 Stellen bei Premium Aerotec hinzukommt.

«Das wird die IG Metall nicht hinnehmen. Das Virus darf nicht als Vorwand für Einschnitte dienen, um auf Kosten der Beschäftigten die geplanten Renditeziele zu erreichen», moniert Jürgen Kerner, zuständig für die Luft- und Raumfahrtbranche. «Wir erwarten verbindliche Perspektiven, insbesondere für die Premium Aerotec. Nur mit einer soliden Basis kann nach der Krise ein Neustart gelingen.»

Auch in anderen Ländern setzt der Konzern den Rotstift an: In Frankreich sollen 5000 Stellen wegfallen, in Spanien 900, 1700 in Großbritannien und 1300 an weiteren weltweiten Standorten. Eine wirkliche Überraschung sind die Stellenstreichungen aber nicht. Der Franzose Faury hatte bereits vor einigen Tagen angekündigt, dass Airbus für zwei Jahre seine Produktion und seine Auslieferungen massiv drosseln werde. «Die Aufteilung der Zahlen auf die Länder reflektiert, wie stark die Geschäftsteile von Covid-19 betroffen sind», erklärte Faury.

Nachdem Airbus die Flugzeugproduktion wegen…