Eigentlich sollte die Formel-1-Saison schon im März beginnen, doch die Corona-Pandemie machte der Königsklasse einen Strich durch die Rechnung – und mit ihr dem Start der zweiten Division, der Formel 2. Hier wollte Mick Schumacher nach einer eher enttäuschenden Saison 2019 eigentlich beweisen, was wirklich in ihm steckt und dass die Gerüchte um einen baldigen Wechsel in die Top-Liga zu Recht kursieren. Am kommenden Wochenende soll es nun so weit sein: Die (verkürzte) Saison 2020 soll in Österreich ihren Anfang nehmen. 

In einer Selbstanalyse, die Schumacher für seinen Trainingspartner, den Sportartikelhersteller Under Armour, schrieb und die „Sport-“ und „Auto Bild“ in Gänze veröffentlichten, erzählt der Sohn des legendären deutschen Rennfahrers von seinem unbedingten Willen zum Sieg, den Anfängen seiner Karriere und den Lektionen, die er von seinem Vater gelernt hat.

„Es spielt keine Rolle, welche Herausforderung es ist: Ich muss gewinnen“, schreibt der 21-Jährige. Ob bei Wettrennen zu einem Baum oder beim Daumenringen, der Erfolg sei immer sein Ziel. Dabei habe er aus den Momenten, in denen er verloren habe, viel gelernt: „Verlieren bietet die Chance, den Umgang mit Fehlern zu lernen.“

Dass er ein Champion werden wolle, habe er früh erkannt. Mit drei Jahren sei er zum ersten Mal in ein Gokart geklettert, mit acht Jahren in den nationalen Rennsport eingestiegen, wenige Jahre später habe er entschieden, dass er eine professionelle Rennsportkarriere anstrebe, um eines Tages Formel-1-Champion zu werden. 

Michael Schumacher ist „in erster Linie immer mein Vater“

„Anfangs habe ich verschiedene Namen benutzt, um unerkannt Rennen fahren und mich ungestört verbessern zu können, ohne allzu sehr dem Etikett ‚der Sohn von‘ ausgesetzt zu sein.“ Immerhin habe sein Vater ein Jahr nach seiner Geburt seinen dritten und den ersten von fünf Weltmeistertiteln in Folge gewonnen. „Aber ehrlich gesagt fühle ich keinen Druck, diesen Familiennamen zu tragen oder genau das zu tun, was…