In Deutschland steckt die Lufthansa tief in der Krise – doch auch vielen Konkurrenten ergeht es derzeit kaum besser. Ein Beispiel: Easyjet, der Billigflieger aus Großbritannien. Die Pilotengewerkschaft BALPA warnt, bei dem Unternehmen stünden 721 Pilotenstellen auf der Kippe. Das entspricht laut Gewerkschaft in etwa einem Drittel aller in Großbritannien stationierten Easyjet-Piloten.

Die Fluglinie erwäge auch, ihre Dependancen an den Londoner Flughäfen Stansted und Southend und in Newcastle zu schließen. Easyjet hatte zuvor bereits mitgeteilt, insgesamt müssten etwa 4500 Stellen gestrichen werden – das entspräche fast einem Drittel der zuletzt 15.000 Beschäftigten.

Ähnliche Entwicklungen gibt es offenbar auch in Frankreich: Die Fluggesellschaft Air France will laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters bis Ende 2022 etwas mehr als 6.500 Arbeitsplätze streichen. Ein entsprechender Plan solle den Gewerkschaften vorgelegt werden, sagten zwei namentlich nicht genannte mit dem Vorhaben vertraute Personen. Etwa die Hälfte der Reduzierung solle durch natürliche Fluktuation erfolgen. 1000 weitere Stellen sollten bei der Tochter HOP! wegfallen, sagte ein weiterer Insider. 

Air France lehnte laut Reuters einen Kommentar ab. Medien hatten zuvor berichtet, bei dem Konzern seien mehr als 7500 Stellen bedroht.

Icon: Der Spiegel