Hat Russland ein Kopfgeld für getötete Briten und US-Amerikaner ausgelobt, die von den Taliban ermordet wurden? Und war die US-Regierung bereits 2019 über einen entsprechenden Geheimdienstbericht informiert?

Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hat angesichts brisanter Berichte über russische Kopfgelder nun Aufklärung gefordert. „Der Kongress und das Land brauchen jetzt Antworten. Ich fordere daher unverzüglich eine Unterrichtung der Nachrichtendienste für alle Mitglieder des Hauses“, schrieb Pelosi in einem Brief an den Direktor der Nachrichtendienste, John Ratcliffe, und die CIA-Chefin Gina Haspel.

Der Kongress müsse wissen, was über die erhebliche Bedrohung der amerikanischen Truppen bekannt sei und welche Möglichkeiten es gebe, Russland zur Rechenschaft zu ziehen.

Weißes Haus: Trump war nicht informiert

Mehrere US-Zeitungen hatten sich auf Geheimdienstinformationen berufen, wonach russische Agenten militanten Islamisten von den Taliban Geld für Angriffe auf US-Stellungen versprochen haben sollen.

Die Belohnungen seien für die Tötung ausländischer Soldaten, darunter auch Briten, in Aussicht gestellt worden. Die Medien berichteten außerdem unter Berufung auf anonyme Quellen, dass US-Präsident von der CIA über die Gefahr unterrichtet worden sei.

Eine Sprecherin des Weißen Hauses bestätigte die Darstellung Trumps, er habe von der Angelegenheit nichts gewusst. Der Präsident würde erst unterrichtet, wenn Informationen als glaubhaft eingestuft würden, sagte McEnany. Bei den Geheimdiensten gebe es abweichende Meinungen hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Berichte. Eine kleine Gruppe von Kongressabgeordneten sollte im Weißen Haus über die Sache informiert werden.

US-Medien: Trump wusste seit Monaten Bescheid

Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen, dass Trump bereits Ende Februar schriftlich über mögliche russische Kopfgelder unterrichtet worden sei.

Demnach seien entsprechende…