Bei den Verhandlungen zu einem Sparpaket bei der angeschlagenen Lufthansa verlangt die Gewerkschaft Verdi einen besseren Schutz vor Jobverlusten.

Bei den Beschäftigten gebe es eine große Bereitschaft, für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens einzustehen, erklärte die Verdi-Vizevorsitzende Christine Behle am Montag. Sparbeiträge seien bereits angeboten worden. Die Menschen erwarteten aber im Gegenzug Sicherheit. «Die Beschäftigten können es sich jedoch nicht leisten, dem Unternehmen einen Blankoscheck auf ihre eigene Zukunft auszustellen.»

Auch existenzgefährdende Lohnverluste will die Gewerkschaft für die von ihr vertretenen rund 35.000 Beschäftigten nicht hinnehmen. Einem weiteren Auseinanderfallen des Konzerns müsse entgegengewirkt werden. Nach dem Staatseinstieg wird im Unternehmen über die weitere Ausrichtung des Luftverkehrskonzerns diskutiert. Insbesondere die Abspaltung der Wartungstochter Lufthansa Technik könnte Mittel in die Kassen spülen, um die Staatsbeteiligung wieder zurückzuführen.

Verdi verhandelt als eine von drei Gewerkschaften über mögliche Sparbeiträge der Beschäftigten. Die nächsten Gespräche finden an diesem Dienstag (30. Juni) in Frankfurt statt. Für die Kabine hat die Gewerkschaft Ufo bereits eine Vereinbarung getroffen und bei den Piloten ist die Vereinigung Cockpit in Verhandlungen.