1. Test-Site-Story: Die Schwächen des Söderalismus

Einchecken, Gepäck aufgeben, Rachenabstrich nehmen: Am Flughafen in Frankfurt am Main hat jetzt auch eine Corona-Teststation eröffnet. Wer im Sommerurlaub zwei Wochen unter Quarantäne vermeiden will, kann sich also zur Sicherheit untersuchen lassen.

Ein negativer Covid-19-Test könnte neben Mundschutz und Sterillium zum begehrtesten Utensil im Handgepäck werden, nicht nur für Flugreisende und nicht nur für Touristen aus Gütersloh (wo der Lockdown gerade um eine Woche verlängert wurde). In vielen, vielen Rucksäcken, so ist anzunehmen, steckt neben den Kopien von Fahrzeugschein und Reisepass auch ein Laborbericht – kann ja sein, dass der Hotelier ihn sich vorlegen lässt.

Was so ein Test kostet, das hängt davon ab, wo man wohnt. Bayern will Gratis-Massentests für alle anbieten, Hamburg und Sachsen-Anhalt schließen das aus, bislang. Ob das so bleibt? In Corona-Fragen scheint die Bundesrepublik ja söderal organisiert zu sein.

Dem Volk nicht nur aufs Maul schauen, sondern ihm mit einem Wattestäbchen im Hals herumfuhrwerken – wie sinnvoll das ist, erklärt meine Kollegin Julia Köppe aus dem Wissenschaftsressort. Dass schon jetzt deutlich mehr getestet wird, weiß Julia aus eigener Erfahrung. „Als mein Freund mit Schnupfen zu Hause bleiben musste, fürchtete ich, vorsorglich für zwei Wochen in Quarantäne zu müssen.“ Doch der Hausarzt machte umgehend einen Test, das Ergebnis war innerhalb eines Tages da. „Negativ, wie fast 99 Prozent aller Corona-Tests derzeit.“

2. Von Adele bis Stones: Die Don’t-Playlist des US-Präsidenten

You Can’t Always Get What You Want, das gilt auch für den US-Präsidenten. Kaum eine Nachricht hat unsere Leserinnen und Leser am Wochenende so interessiert wie diese: Die Rolling Stones drohen Donald Trump mit Klage, wenn er auf seinen Kundgebungen noch einmal ihren Song spielt. Damit verlängert sich Trumps Don’t-Playlist um einen Track.

Stars gegen Trump, die Meldungen darüber reichen so weit…