Der Autobauer Ford schlägt in den USA einen ungewöhnlichen Weg ein, um den Absatz in der Coronakrise anzukurbeln. Käufer können ihren Wagen zurückgeben, wenn sie innerhalb eines Jahres nach Abschluss eines Kredit- oder Leasingvertrages ihren Arbeitsplatz verlieren. Das kündigte der zweitgrößte US-Autohersteller an. Ford verzichtet bei einer solchen Rückgabe auf bis zu 15.000 Dollar des ausstehenden Restsaldos.

Das Programm „Ford Promise“ deckt Käufe von Neu- und Gebrauchtwagen der Modelljahre 2019, 2020 und 2021 ab, wenn sie von der Ford-Bank finanziert wurden. Für einen eventuell noch verbleibenden Betrag oder verspätete Raten ist der Käufer allerdings selbst verantwortlich.

Die US-amerikanische Autoindustrie leidet stark unter den wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise. Bereits im April beschloss die Regierung unter Donald Trump, die Verbrauchsziele für neu zugelassene Fahrzeuge stark herabzusetzen, sodass die Flotten der Autobauer deutlich länger mehr Schadstoffe ausstoßen dürfen. Die Regierung begründete diesen Schritt mit einer finanziellen Entlastung der Autoindustrie.

Auch andere Autobauer bieten der verunsicherten Kundschaft in der Krise eine gewisse Absicherung an, um auch in schwierigen Zeiten mehr Pkw zu verkaufen. VW hat etwa neben günstigen Leasing- und Finanzierungskonditionen eine monatliche Ratenschutzversicherung bei Verlust des Arbeitsplatzes im Angebot. 

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