Der Batteriekonzern Varta erhält eine Förderung der öffentlichen Hand von insgesamt 300 Millionen Euro für Projekte rund um Batteriezellen. Zwei Subventionen wurden vom Wirtschaftsministerium bewilligt, teilte das Unternehmen mit. Beide drehen sich um Lithium-Ionen-Zellen. Die Summe, die zum Teil von den Bundesländern kofinanziert wird, soll an den Varta-Standorten Ellwangen und Nördlingen in die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie „erste industrielle Anwendung“ fließen.

Varta will damit „die nächste Generation“ Lithium-Ionen-Zellen erforschen und eine Massenproduktion aufbauen. Herausforderung dabei sei, dass die Produktionstechnik parallel zur Produktentwicklung stattfinden müsse. Die Aktie machte nachbörslich nach einem ohnehin starken Tag einen Sprung.

Hoffen auf deutsche E-Auto-Akkus

Bei kleinen Akkus für Hörgeräte oder kabellose Kopfhörer ist Varta bereits Weltmarktführer. Außerdem übernahm das Unternehmen vor einem Jahr die Sparte der Varta-Haushaltsbatterien vom Konkurrenten Energizer. Bund und Länder hoffen nun, dass der Hersteller auch bei Batteriezellen für die Elektromobilität eine größere Rolle spielen kann. Bislang werden die Hochleistungsakkus beinahe ausschließlich in Asien gefertigt.

Das rasche Wachstum macht der Politik Hoffnung: Varta hat in der Region vergangenes Jahr bereits rund 500 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt; in den kommenden zwölf Monaten soll um weitere 1000 Beschäftigte aufgestockt werden. Das Unternehmen insgesamt zählt derzeit rund 4000 Mitarbeiter.

Icon: Der Spiegel