Vier Jahrzehnte nach Beginn einer Mord- und Vergewaltigungsserie im US-Bundesstaat Kalifornien hat ein 74-jähriger Mann seine Schuld eingeräumt. Joseph James DeAngelo, der sogenannte „Golden State Killer“, gestand in Sacramento, 13 Morde und etliche andere Gewalttaten begangen zu haben.

Auf die Fragen des Richters antwortete der gebrechlich erscheinende Vietnam-Veteran kurz mit „ja“, „nein“, „schuldig“ und „ich gestehe“. Er hielt sich damit an eine entsprechende Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft.

Todesstrafe scheidet aus

Im Gegenzug verzichtet die Staatsanwaltschaft auf die Forderung nach der Todesstrafe. Sie strebt nun elf Mal lebenslange Haft für den ehemaligen Polizisten an.

Neben der Ermordung von 13 Menschen werden DeAngelo auch etwa 50 Vergewaltigungen von Frauen vorgeworfen. Seine Opfer waren zwischen 14 und 41 Jahre alt. Dem ehemaligen Polizisten, 1979 wegen Diebstahls aus dem Dienst entlassen, werden zudem zahlreiche Einbrüche zur Last gelegt.

Joseph James DeAngelo hinterließ an vielen Tatorten DNA-Spuren

Erst im April 2018 konnte DeAngelo in einem Vorort von Sacramento festgenommen werden. Die Ermittler kamen ihm auf die Spur, indem sie eine an einem Tatort gefundene DNA-Spur mit Daten einer Internetseite für Ahnenforschung abglichen. Sie stießen so auf einen Verwandten DeAngelos und konnten den Kreis der Verdächtigen immer weiter eingrenzen.

wa/bru (afp, dpa)