Eine Sache wurde am vergangenen Wochenende klar und deutlich geklärt. Borussia Dortmund ist die Nummer 2 unter den deutschen Fußballklubs. Das Duell gegen RB Leipzig gewann der BVB verdient mit 2:0. Die Leipziger und ihr Trainer Julian Nagelsmann, immerhin Herbstmeister 2019, dürfen sich wieder hinten anstellen. Der BVB ist wie schon im vergangenen Jahr Vizemeister hinter den Über-Bayern – zum fünften Mal seit dem letzten Meistertitel 2012 unter Jürgen Klopp.

In dieser Zeit hat sich Dortmund zu einer Art Ausbildungsverein für die Topklubs Europas entwickelt. Man kann auch sagen: Sie haben aus der Not eine Tugend gemacht. Regelmäßig verlor der Verein Spieler (Götze, Lewandowski, Gündogan), die sich in Dortmund zu Spitzenprofis entwickelten, an Klubs mit klangvolleren Namen und größeren Budgets. Also haben sie daraus unter Federführung von Sportdirektor Michael Zorc ein Geschäftsmodell gemacht, das prächtig funktionierte. Allerdings sprang nur unter Thomas Tuchel vor drei Jahren der Gewinn des DFB-Pokals heraus.

Corona wird Transfergewinne schrumpfen lassen

Zuletzt waren es junge Talente wie Pierre-Emerick Aubameyang oder vor allem Christian Pulisic und Ousmane Dembélé, die von kleinen Vereinen verpflichtet worden, beim BVB reiften und für Rekordsummen weiterverkauft wurden. Den größten Gewinn erzielten die Dortmunder mit Ousmane Dembélé, der für 15 Millionen Euro von Stade Rennes geholt und für 125 Euro nach nur einem Jahr an den FC Barcelona weiterverkauft wurde. Pulisic (ablösefrei gekommen, gegangen für 64 Millionen Euro) und Aubameyang (64 Millionen Euro Erlös nach Einkauf für 13) wechselten zum FC Chelsea und FC Arsenal.

Das war in Zeiten vor Corona. Solch astronomische Transfererlöse wird der BVB in nächster Zukunft nicht mehr erzielen. Wie genau sich der Transfermarkt entwickeln wird, ist offen, aber die Preise werden sinken, so viel ist sicher. Wie alle Vereine wird der BVB laut „kicker“ „nach Jahren üppig sprudelnder Gewinne in…