Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will dem früherem Nationalen Sicherheitsberater John Bolton jeden Profit aus dessen bevorstehendem Enthüllungsbuch verwehren.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, kündigte Konsequenzen für Bolton an. Man werde sicherstellen, «dass er keinen Gewinn aus seiner beschämenden Entscheidung zieht, seinen Wunsch nach Geld und Aufmerksamkeit über seine Verpflichtungen zum Schutz der Nationalen Sicherheit zu stellen», teilte sie mit.

Nach einer Entscheidung eines Bundesgerichts in Washington kann Bolton sein Buch mit explosiven Vorwürfen gegen Trump wie geplant an diesem Dienstag veröffentlichen. Das Gericht lehnte einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung ab, mit der die Trump-Regierung die Veröffentlichung in letzter Minute verhindern wollte. In der Begründung von Richter Royce Lamberth hieß es, es sei zu spät für einen Veröffentlichungsstopp des Buches.

Lamberth verwies darauf, dass laut Verlag bereits 200.000 Exemplare des Buches innerhalb der USA verschickt worden seien. Tausende weitere seien ins Ausland geliefert worden. «Mit Hunderttausenden von Exemplaren rund um den Globus – viele davon in Redaktionen – ist der Schaden angerichtet.» Das Gericht werde nicht anordnen, dass das Buch landesweit beschlagnahmt und zerstört werde.

Lamberth übte aber zugleich scharfe Kritik an Bolton. Dieser habe die Nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten aufs Spiel gesetzt, schrieb der Richter. Bolton setze sich zivilrechtlicher und möglicherweise strafrechtlicher Haftung aus. Darum sei es bei der Frage der einstweiligen Verfügung aber nicht gegangen.

Der Richter verwies darauf, dass Bolton bei seiner Einstellung eine Verpflichtung unterschrieben habe, wonach er Informationen nicht ohne Freigabe veröffentlichen dürfe. Diese Freigabe durch das Weiße Haus sei nicht erfolgt. Bei einem Verstoß gegen die Verpflichtung könnten alle Gewinne aus der Veröffentlichung an die US-Regierung gehen.

Trump sprach am Samstag…