In weiten Teilen Afrikas und Asiens konnten Menschen an diesem Sonntag Zeuge einer besonderen Sonnenfinsternis werden: Der Mond schob sich so zwischen Erde und Sonne, dass er einen leuchtenden Ring frei ließ. Eine solche ringförmige Sonnenfinsternis ist nur etwa alle zwei Jahre und jeweils nur von einem kleinen Teil der Erde aus zu sehen.

Zuerst zu sehen war die ringförmige Sonnenfinsternis im Nordosten der Republik Kongo, wo es bereits wenige Minuten nach Sonnenaufgang um 05.56 Uhr Ortszeit (06.56 Uhr MEZ) wieder dunkel wurde. Das Himmelsschauspiel dauerte dort eine Minute und 22 Sekunden – so lange wie nirgendwo sonst.

In Nairobi verdeckten Wolken teilweise die Sicht auf die Sonnenfinsternis. Trotzdem sei der Anblick „sehr aufregend“ gewesen, sagte Susan Murbana von der Organisation Travelling Telescope, die astronomische Bildungsprogramme für Kinder veranstaltet. Wegen der Corona-Pandemie habe sie zwar in diesem Jahr keine Exkursion organisieren können, sagte Murbana. Dutzende Menschen hätten jedoch an einer Live-Schaltung anlässlich der Sonnenfinsternis in den Internetdiensten Zoom und Facebook teilgenommen.

2021 wird ringförmige Sonnenfinsternis in Deutschland zu sehen sein

Von Afrika aus wanderte das Phänomen in einem schmalen Streifen über die arabische Halbinsel und Indien bis nach China und Taiwan. Ihren Höhepunkt erreichte die Sonnenfinsternis über Uttarakhand an der indisch-chinesischen Grenze um 12.10 Uhr Ortszeit. Dort dauerte das Phänomen nur 38 Sekunden. Von Mitteleuropa aus war das Spektakel nicht zu sehen.

Im Süden und Osten des Kontinents konnten es Beobachter immerhin als partielle Sonnenfinsternis erleben – die Sonne wird dabei nur stellenweise vom Mond verdeckt. Das zumindest wird bei der nächsten ringförmigen Sonnenfinsternis – gute Wetterbedingungen vorausgesetzt – auch in Deutschland zu sehen sein. Sie findet in knapp einem Jahr statt, am 10. Juni 2021.

Die nächste totale Sonnenfinsternis spielt sich am 14. Dezember ab. Sie wird vor allem…