Arm sieht sie nicht aus, mit ihren unauffälligen Ohrringen, dem ordentlichen Make-up und dem Halstuch. Doch Marion Z. macht keinen Spaziergang durch Berlin. Sie sammelt Pfandflaschen. Ihre Rente deckt gerade mal die laufenden Kosten, berichtete das „ZDF“ in einer ausführlichen Reportage über Altersarmut. Miete, Wasser, Strom – zum Leben bleiben ihr insgesamt 4,50 Euro am Tag. Für alles.

Menschen wie Marion Z. wirken auf die nachfolgenden Generationen wie eine Drohkulisse. Altersarmut – ein Angstwort. „Ich sehe ja immer noch gut aus. Und nicht nach Armut“, sagt Marion Z. „Ich schäme mich nicht. Ich habe immer fleißig gearbeitet.“

Jeder sechste Deutsche hat keine Altersvorsorge

Ein Leben lang schuften und doch reicht es nicht im Alter. Wer heute in die Rentenkasse des Staats einzahlt, braucht sich keinerlei Illusion machen: Im Alter wird einem das Geld schnell knapp werden. Vor allem dann, wenn man nicht zusätzlich vorsorgt. Doch die Deutschen sind Vorsorgemuffel. Eine aktuelle Studie zeigt, dass jeder Sechste gar nichts für später spart. Bei den Geringverdienern ist es sogar fast jeder Dritte, der keine private Altersvorsorge hat. Zwar ist den meisten Deutschen klar, dass die Rente nicht reichen wird. Aber bei der Geldanlage halten sie sich lieber ans Sparbuch – statt sich richtige Strategien für die Altersvorsorge anzueignen. 

Doch wann sollte man mit dem Sparen anfangen? Muss es tatsächlich schon im Studium sein? Und: Lohnt sich der Einstieg überhaupt noch, wenn man längst über 40 ist? Je nach Lebenssituation und Einkommen stellt sich die nächste Frage: Wie hoch müssen die monatlichen Raten sein, damit man im Alter genug zum Leben hat?

Bis zu 50 Prozent vom Netto-Gehalt

Die Verbraucherzentralen NRW und Bayern haben für die „Wirtschaftswoche“ durchgerechnet, welche Beträge gespart werden müssen, wenn man im Alter rund 80 Prozent des früheren Einkommens haben möchte. Als Beispielrechnungen gibt es Geringverdiener mit 1600 Euro Brutto-Lohn, den…